Buchvorstellung: Die verdrängte Pandemie
- Vortrag/Panel
Montag
Die Covid-19-Pandemie hat die Gesellschaft in vielfacher Hinsicht zutiefst erschüttert. Inzwischen, da sie in der öffentlichen Wahrnehmung als beendet gilt, stellt sich auch aus linker Perspektive die Frage: Was ist daraus gelernt worden, was hätte daraus gelernt werden müssen? Wie wahrscheinlich sind in naher Zukunft weitere Pandemien, und was haben wir von den nächsten Gesundheitskrisen zu erwarten? Wie hat sich der Umgang insbesondere mit Menschen mit Behinderung durch die Pandemie verändert, und welche sozialen Verwerfungen sind absehbar? Und was macht es mit einer Gesellschaft, hunderttausende Tote und schätzungsweise 450.000 ME/CFS-Erkrankte infolge einer Covid-19-Infektion zu akzeptieren, um eine Normalitätsillusion aufrechtzuerhalten, aus der immer mehr Menschen herausfallen?
Das ist nur ein Bruchteil der Fragen, die sich angesichts der Pandemie stellen; eine Pandemie, die für unzählige Langzeiterkrankte und ihre Freund*innen und Angehörige noch längst nicht beendet ist.
Einer kritischen Auseinandersetzung mit der Pandemie Raum zu geben, ist Ziel des von Paul Schuberth und Frédéric Valin herausgegebenen Sammelbandes „Die verdrängte Pandemie“ (Unrast Verlag 2025), der an diesem Abend zur Diskussion gestellt wird. Vor der Buchpräsentation stellt die Initiative Liegenddemo Leipzig kurz ihre Arbeit und Forderungen vor.
Hinweise zu Barrieren und Infektionsschutz
Es gilt eine Maskenpflicht vor Ort
Zugänge: Der Haupteingang und die barrierefreien Auszenflächen sind für Rollstühle ausgelegt
Sanitäre Anlagen: Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden
Anreise & Parken: Es gibt zwei markierte Behindertenparkplätze direkt am Haus. Die barrierefreie Haltestelle Connewitzer Kreuz (Linien 9,10, 11) ist fuszläufig erreichbar.